Erster Workshop „Die andere Seite“ für HR-Verantwortliche

Am 9. Februar fand der erste Workshop statt, bei dem die HR-Verantwortlichen in das (Berufs-) Leben von Menschen im Rollstuhl hinein schnuppern konnten (Fotos). Dabei haben wir uns auch mit Unsicherheiten und Erlebnissen bei der Begegnung mit behinderten Menschen befasst.

Vor allem aber mit den Kompetenzen und Möglichkeiten von RollstuhlfahrerInnen, die sie (wir) nicht zuletzt auch wegen den alltäglichen Herausforderungen entwickelt haben, wie zum Beispiel in Alternativen denken zu können.

Im Mittelpunkt stand natürlich selbst im Rolli unterwegs zu sein. Und das bei Minusgraden und Schnee.

Hier ein paar Feedbacks:

Petra Falchetto, Director Human Resources, Herold Business Data:

Ich habe sehr viel von diesem Tag mitgenommen – einerseits selbst einiges an „Beschwerlichkeiten“ als Rolli zu erfahren, andererseits aber von Ihrer positiven Energie angesteckt zu werden, sich auf das Thema „die andere Seite“ so toll einlassen zu können.

Die wesentlichste Erkenntnis, die ich u.a. auch für meine tägliche Arbeit mitnehmen kann, war, dass das Wort „Zeit“, aber auch das Wort „Ungeduld“, auf einmal eine ganz andere Bedeutung erlangen. Man wird ruckzuck gezwungen, in Alternativen zu denken, an die man vorher gar nicht dachte.

Vielen lieben Dank dafür, dass ich das erfahren durfte.

Andreas Hödelmoser, Leiter HR und Recht, Simacek Facility Management Group:

Für mich war die Teilnahme eine sehr lehrreiche Erfahrung. Durch den Praxisteil wurde ich direkt mit den Herausforderungen, denen sich eine Person im Rollstuhl täglich stellen muss konfrontiert. Kleine Steigungen, abgeschrägte Gehsteigkanten, Türen und Splitt am Gehsteig, die eingeschränkte Mobilität in beengten Räumen oder beim Einkaufen führten mir direkt erfahrbar die täglichen Hindernisse vor Augen. Immer war ich auf der Suche nach möglichen Alternativen, wie es leichter gehen könnte.
Die Diskussion über die erlebten Unsicherheiten im Umgang mit Menschen im Rollstuhl und Ihr Feedback, erlauben es mir unbefangener in Alltagssituationen zu agieren. Seit dieser Woche fordern wir in unseren Stelleninseraten ausdrücklich Menschen mit Behinderung auf, sich zu bewerben.

Ilse Loisel, Head of Recruiting, Bank Austria:

ich habe enorm viel gelernt und viele neue Fragen mitgenommen, die den betrieblichen Alltag betreffen. Ihre Methode „step into the weels of“ ist sehr effektiv, Betroffenheit ist der beste Lehrmeister. Auch der gemeinsame Austausch mit anderen Personen, die alle in ähnlichen Aufgaben tätig sind, war ein wichtiges add on. Ich konnte besser erkennen wo wir selbst stehen und wie wir agieren im Vergleich zu anderen. Ich bin Ihnen für diese Erkenntnisse sehr dankbar, ohne Sie hätte ich diese nie gewonnen.

Michael Maier, Leitung Personalmanagement, Wien Holding:

Michael Sicher versteht es in seinem halbtaegigen workshop auf faszinierende weise auf die andere seite zu fuehren. Die im workshop eingebaute Uebung, sich im rollstuhl den herausforderungen des alltags zu stellen, ist eine erfahrung, die jeder machen sollte. Es gelingt michael sicher barrieren zwischen behinderung und nichtbehinderung mit leichtigkeit zu ueberwinden.
Vielen dank!

Gerhard Zakrajšek, Manager Human Resources, IBM:

Der Workshop war für mich eine Erfahrung der besonderen Art, da sich das Leben für einige Stunden komplett auf den Kopf gestellt hatte. Die Schwierigkeiten zu meistern, welchen Sie unentwegt gegenüber stehen, war nicht nur eine Erfahrung und Herausforderung, sondern gab Einblicke in ein Leben, die man sonst vielleicht nur selten oder gar nicht in dieser Form bekommen würde.