Das Mentoring beginnt

Es ist soweit! Im Jänner werden die Mentoring-Paare zusammen gestellt und das Mentoring kann beginnen.

Ich freue mich besonders, dass sich aus dem ersten Besuch eines CEOs am Arbeitsplatz von einem Menschen im Rollstuhl bereits das erste Mentoring-Paar gebildet hat:

Frau Mag. Glatz-Kremsner, Finanzvorstand Casinos Austria und Österreichische Lotterien, ist Mentorin von Astrid Lanscha.

Der ORF hat darüber berichtet:

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Gedanken zum Mentoringprogramm

Mein Name ist Rebecca Miksits, ich studiere im siebten Semester Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Universität Wien.

Seit meinem dritten Lebensjahr bin ich vom Hals abwärts querschnittgelähmt und daher  Rollstuhlfahrerin. Sowohl meinen privaten als auch meinen universitären Alltag bewältige ich mithilfe persönlicher Assistentinnen. Da das Etablieren im Berufsleben für Menschen mit Behinderung noch schwieriger ist als für Nicht-Behinderte und ich gerne Erfahrungen im Arbeitsalltag sammeln möchte, bewarb ich mich für das Mentoringprogramm. Als Mentee hoffe ich insbesondere in den Kultur-, Medien- und PR-Bereich Einblicke zu erhalten und neue Vorgehensweisen, Techniken und Organisationsformen kennen zu lernen. Somit sehe ich den kommenden Monaten mit Spannung und Neugier entgegen.

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Impressionen zum Mentoring von Regina Rücklinger

Ich habe schon sehr viel Positives über Mentoring gehört, aber noch nie die Gelegenheit gehabt selbst in einem solchen Programm teilzunehmen. Deshalb freue ich, Regina Rücklinger, mich umso mehr in diesem Sensibiltätsprojekt “CEO’s on wheels gelandet zu sein.

Durch meine Behinderung, eine spastische Diplegie musste ich bereits über Stock über Stein. Dieser Umstand hat mich dennoch nicht gehindert ein WU-Studium zu absolvieren, welches ich im Sommer 2010 erfolgreich abgeschlossen habe.

Nach nur wenigen Monaten konnte ich meine Arbeit an der Veterinärmedizinischen Universität Wien aufnehmen und so kam es schließlich, dass ich dort in der Wirtschaftsabteilung sitze. Zu meinen vielfältigen Aufgaben zähllt u. a. das Bestellwesen oder Auswertungen in SAP. Darüber hinaus bin ich sehr interessiert an rechtlichen Fragestellungen, weshalb ich das Bachelorstudium “Wirtschaftsrecht” im Sommer 2011 inskribiert habe. Dieses Studium mache ich vorwiegend um mene rechtlichen Kenntnisse zu vertiefen.

Ich möchte bem Mentoring mitwirken, weil ich glaube, dass noch sehr viel Aufklärungsarbeit zum Thema Arbeiten mt Behinderung geleistet werden muss um bestehende oftmals unnötige Barrieren aus dem Weg zu räumen.
Dieses Programm soll mir dabei helfen über meinen Schatten zu springen um meine Scheu mit hochrangigen Führungspersönlichkeiten in Kontakt zu treten abzubauen. Ein weiteres Ziel von mir ist es einen Einblick in noch mögliche Berufsfelder zu bekommen und so vielleicht einmal Job wechseln zu können.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen viel Erfolg und Freude im Dienst einer guten Sache.

viele liebe Grüße
Regina Rücklinger

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Gedanken zum Mentoring

Mein Name ist Elisabeth Pichler und ich sitze auf Grund einer Muskelerkrankung im Rollstuhl.

Die Idee von CEOs on wheels hat mich sehr angesprochen und neugierig gemacht.

Gerade der Umstand, dass ich einen Rollstuhl benötige, spornt mich an, aktiv im Wirtschaftsleben mitzuwirken. Deshalb stellt für mich ein interessantes Berufsfeld eine Schlüsselrolle dar. Das wirtschaftliche Denken und auch der Umgang mit dem Medium PC mit seinen vielen Einsatzmöglichkeiten bereiten mir große Freude.

Seit über 20 Jahren arbeite ich schon in der Privatwirtschaft und würde gerne Neues kennen lernen, mich weiter entwickeln und neue Herausforderungen annehmen. Die Möglichkeit andere Betriebe kennen zu lernen und mein Wissen dann auch einsetzen zu können, möchte ich durch meine Mentorin / meinem Mentor auf Grund ihres Erfahrungsschatzes gerne wahrnehmen.

Die Weiterentwicklung ist mir sehr wichtig, daher habe ich schon sehr viele Kurse und Ausbildungen gemacht. Mein besonderes Interesse gilt dem Gedankengut von Viktor Frankl. Diese wertschätzende Lebenseinstellung wie Offenheit, Vertrauen und Humor sind Kräfte, die ich auch gerne in den Dienst für andere stellen würde. Neben diesen Eigenschaften zählen Genauigkeit, Einsatzbereitschaft und Aneignen von neuem Wissen zu meinen Stärken.

Ich freue mich schon sehr, gemeinsam mit meiner Mentorin / meinem Mentor neue Kontakte und Zutritt zu Netzwerken kennen zu lernen, um neue Türen zu öffnen und neue berufliche Chancen zu bekommen.

Gerne werde ich Sie, liebe Leserin, lieber Leser, über die nächsten Schritte informieren und von meinen Erfahrungen berichten.

Auf uns alle, Mentors und Mentees, wartet ein spannendes, aufregendes, Jahr!

2 Tage alt ist das neue Jahr und wir wissen noch nicht, was es bringen wird. Aber wie heißt es so schön: Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt! Diesen Schritt haben wir alle einmal gemacht und jetzt wünsche ich uns allen ein erfolgreiches, fruchtbringendes, neues Jahr!! Möge uns die Reise zu einem Ziel führen, dass wir uns alle gewünscht haben.

Mit lieben Grüßen,

Elisabeth Pichler

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GEDANKEN VON ASTRID LANSCHA

Hallo liebe Mentees!

Ich bin Astrid Lanscha und freue mich sehr, ebenfalls mit von der Partie zu sein und bin schon total gespannt, was dieses Jahr so passieren wird!

Ich über mich …

Ich bin jung, interessiert, rolle auf vier Räder durch Leben motiviert, einfühlsam, kommunikativ, offen anderen Menschen gegenüber, zielstrebig, genau, sehr gerne unter Menschen. Vor allem aber bin ich jemand, der nie aufhören will, sich weiter zu entwickeln und Neues zu lernen.

Seit meiner HAK-Matura (Juni 2006) bin ich bei IBM Österreich tätig. Ich durfte meine ersten 4 Berufsjahre die Sales Mannschaft des Unternehmen unterstützen. Danach wollte ich gerne andere Aufgaben im Unternehmen kennenlernen und so kam es, dass ich nun das Marketing-Team mit meinem Wissen unterstütze und ich täglich dazulerne und ich mich so weiterentwickeln kann.

Aufgrund meines persönlichen Backgrounds (der Rollstuhl ist seit Geburt mein ständiger Begleiter) bin ich schon immer auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen. Dadurch habe ich gelernt, mich auf viele unterschiedliche Persönlichkeiten einzustellen. So konnte ich ein gewisses zwischenmenschliches Gespür entwickeln, welches ich auch während meiner Zeit im Internat noch weiter ausbauen konnte. Öfters wurde ich von meinen Internatskollegen zur Gruppensprecherin gewählt, ich deren Interessen bei der Heimleitung vertrat und war sehr oft zentraler Ansprechpunkt, wenn andere Probleme, Sorgen hatten oder vor schwierigen Entscheidungen standen. Auch heute kommen Freunde oder Bekannte auf mich zu und fragen mich zum Beispiel bei der Wohnungssuche oder in beruflichen Themen um Rat und Unterstützung. Auch meinen Kollegen kann ich durch meine Erfahrungen die Scheu vor meiner Behinderung nehmen und es hat sich mit der Zeit ein „Voreinander-Lernen“ ergeben, worüber ich sehr stolz bin.

Obwohl ich mit meiner Arbeit zufrieden bin, verspürte ich seit längerem den Wunsch, mich beruflich weiter zu entwickeln und meine kommunikativen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Der soziale Aspekt hat beim Verkaufen von IT kaum Platz und kommt viel zu kurz. Aus diesem Grund mache ich seit November 2009 eine berufsbegleitende Ausbilung zum Lebens- und Sozialberater im Bildungsforum Wien.

Ich werde oft als gute und neutrale Zuhörerin beschrieben und setzte mich für die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung ein (zum Beispiel im europäischen Parlament in Brüssel – Link dazu im Anhang. Ich möchte mehr Einblick in das Berufsleben anderer Unternehmen bekommen und auch einen interaktiven Austausch von Menschen mit Behinderung im Arbeitsleben vorantreiben.

Ich wünsche uns allen ein interessantes, aber vor allem auch ein lehrreiches Mentee-Jahr!

Mit lieben Grüßen,

Astrid Lanscha

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