Der erste Schnuppertag – eine Lernerfahrung für Beide

Montag 30.1.2012, 9:00 Uhr, Cargo Nord am Flughafen Schwechat. Turgut und sein Assistent bleiben beim Einfahrtsschranken stehen, der Assistent übernimmt die aufwendige, aber aus Sicherheitsgründen notwendige Prozedur der Registrierung. Lichtbildausweise werden registriert, Turgut und sein Begleiter bekommen einen Besucherausweis und einen Parkplatz zugewiesen. Es ist ein Behindertenparkplatz. Ich bin Stolz darauf, dass es sowas auf unserem Firmengelände gibt. Der Assistent schiebt Turgut in seinem Rollstuhl die Auffahrtsrampe zum Bürgebäude hoch – ich denke mir: „da hätten manch andere Unternehmen schon Probleme im Bezug auf Barrierefreiheit..“ Dann die erste „Ernüchterung“. Die Eingangstür lässt sich nur unter gemeinsamen Anstrengungen so öffnen, dass auch ein Rollstuhl durchpasst – ist mir eigentlich noch nie aufgefallen. Wir steigen in den Lift und fahren erstmal in unser MitarbeiterInnenrestaurant im Kellergeschoss. Bei einem Kaffee bzw. einem Fruchtsaft besprechen wir den geplanten Tagesablauf. Zuerst wollen wir einen Besichtigungsrundgang durch die Lagerhallen machen, danach steht Mitarbeit in der Personalabteilung auf dem Programm. Für die Besichtigung müssen wir ins Erdgeschoss fahren. Wieder mit dem Lift. Ich denke mir: „Was tun, wenn wie des öfteren der Lift streikt?“ Das nächste „Aha-Erlebnis“: Wir haben nämlich nur einen Lift. Alles geht gut, wir bewegen uns durch den Büroteil in Richtung Lagerhalle. Die Türen öffenn sich nur, wenn man seine ID-Karte hinhält. Manchmal gehen sie in die „falsche“ Richtung auf, d.h. mit einem Rollstuhl hätte man alleine sicher so seine Schwierigkeiten. Endlich sind wir in der Lagerhalle. Aufgrund der Förderbänder müssen wir öfters eine grosse Runde machen, den die Brücke über die Förderbänder hat dann doch zu viele Stufen… Turgut zeigt sich sehr interessiert an unseren Prozessen und erfährt Einiges darüber, wie die Sendungen von A nach B kommen. Nach dem Rundgang fahren wir – wieder mit dem Lift – in den 2. Stock in die Personalabteilung. Nicole – unsere Personalentwicklerin hat in weiser Voraussicht die Schreibtische ein wenig verschieben lassen, damit der Abstand zwischen Wand und Schreibtisch gross genug ist, um mit einem Rollstuhl durchfahren zu können. Ich denke mir: „Danke Nicole“. Turgut gibt Bewerbungen in die Bewerberdatenbank ein, es macht ihm sichtlich Spass. Zwischendurch lässt er seinen Charme und seinen Witz sprühen und Nicole ist von ihm sichtlich angetan. 12:30 Uhr – Essenszeit, wir fahren wieder mit dem Lift ins Restaurant. Turgut ist kein Schweinefleisch aber endlich können wir wieder einmal punkten: Wir haben viele MitarbeiterInnen, die kein Schweinefleisch essen und deshalb schon vor Jahren unsere Menüs dem entsprechend angepasst.Turgut nimmt das Hühnerrisotto und es schmeckt ihm. Verdient hat er sich´s redlich. Nach dem Essen arbeitet er an den Bewerbungen weiter, schliesslich ist er zum Arbeiten gekommen, meint er. Um 14:00 brechen sein Assitent und Turgut wieder auf – wir sehen uns am Mittwoch wieder. Alle freuen sich darauf. Turgut hat etwas über Transport und Logistik gelernt, ein paar Menschen getroffen, die sich völlig ungezwungen mit ihm unterhalten haben und kenntn jetzt unsere Bewerberdatenbank. Ich habe an diesem Tag gelernt, dass unsere vermeintliche Barrierfreiheit doch noch einige Hürden für MitarbeiterInnen im Rollstuhl aufweist. Danke Turgut!

Erstes Treffen mit meinem Mentee

Kurzmitteilung

Mein Name ist Andreas Teubel und ich bin zuständig für alle Vertriebsstellen der Bank Austria im Norden von Wien. Ich und Hr. Cernko beiteiligen sich sehr gerne an CEO´s on wheels.

Das erste Treffen mit meinem Mentee Herrn Christoph Steindl fand am 18.1.2012 statt. Nach einem schüchternen Beginn entwickelte sich ein tolles Gespräch zwischen uns. Viele Menschen können sich ein Beispiel an behinderte Menschen nehmen, wenn man sieht, wie Sie Ihren Alltag meistern.

Ich freue mich schon auf die nächsten Treffen, weil auch ich von Hrn.Steindl viel lernen kann. Andreas Teubel

Mein Erstgespräch mit meinem Mentor

Am letzten Donnerstag, der 19. Jänner, war es soweit!

Es war für mich ein große Freude den Herrn Neuwirth aus der Firma TNT Express persönlich kennenlernen zu dürfen.

Unser Treffen hat in der Hall vom Hotel Marriott stattgefunden und der Herr Sicher hat uns vorgestellt. Danach hat er sich verabschiedet und das Erstgespräch hat so richtig angefangen.

Hr. Neuwirt stellte mir als erstes, Fragen über meinem Lebenslauf – wobei das Gespräch in eine sehr gute und freundliche Atmosphäre stattgefunden hat.

Wir haben beide gleich gewusst das wir als Mentor/Mentee Team sehr gut zusammen passen!

Mein Mentor erzählte von den Unternehmen wo er als Human Resources Manager tätig ist und hat mir vorgeschlagen, abgesehen von unsere regelmässige Treffen, uns auch in der Firma zu Treffen um mir am Ort einen Eindruck über die Tätigkeiten zu machen.

Darüber werde ich demnächst natürlich hier auch berichten.

Mein Dankeschön geht noch einmal an Herrn Sicher, dafür dass ich bei so ein interessantes Projekt dabei sein darf.

Ich bedanke mich auch herzlichst beim Hr. Neuwirth für den Erstgespräch, der so gut verlaufen ist!

Mit freundlichen Grüßen an alle Mitbeteiligte an diesen Projekt,

Turgut Acar

 

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1. Treffen mit Frau Mag. Ursula Simacek

Liebe Leser/Innen,

Francesca Cafaro

Francesca Cafaro

Diese Woche am Montag traf ich zum 1. Mal meine zukünftige Mentorin Frau Mag. Ursula Simacek. Das Treffen fand in meinem Büro statt.

Ich war sofort begeistert von meiner zukünftigen Mentorin, denn sie ist sehr offen, kommunikativ. Frau Mag. Simacek fragte mich gleich, wie ich zu meiner jetzigen Arbeitsstelle kam, zeigte großes Intresse an meinen beruflichen als auch persönlichen Zielen.

Ich hatte die Möglichkeit Fragen zu stellen, wie das Unternehmen Facility Management Group GmbH entstanden ist. Die Struktur eines solchen Unternehmens ist in verschiedene Bereiche gegliedert. z.B. reinigt die Facility Management Group GmbH diverse ÖBB-Züge oder bietet ein Catering-Service für Grossveranstaltungen an.

Frau Mag. Simacek gibt Ihren Mitarbeiter/Innen die Chance, die jeweiligen Stärken gezielt einzusetzen, passt eine Aufgabe nicht, versucht sie eine andere Möglichkeit zu finden. Genau das, hat mich bei unserem 1. Treffen sehr beeindruckt.

Nach meinem Dienstende setzten wir uns noch zusammen und beschlossen bei Speis und Trank unsere gemeinsamen nächsten Schritte!!

Ich freue mich schon sehr, auf die Besichtigung des Unternehmens Facility Management Group GmbH, Bereich Catering!!

Bis Bald, im Februar gibt es wieder aktuellen News!!

Bis Dahin, Liebe Grüße, Francesca Cafaro

Christoph Steindl

Mein Name ist Christoph Steindl und ich freue mich bei dem Programm CEOs on wheels dabei sein zu dürfen. Von Geburt an bin ich aufgrund einer spinalen Muskelatrophie mit dem Rollstuhl unterwegs. Am Anfang noch von Au-Pairs begleitet, lege ich heute meine Wege mit Hilfe von Persönlicher Assistenz zurück.

Nach dem Abschluss meiner HAK Matura im Jahr 2010 studiere ich nun an der WU das Bachelor-Studium Wirtschaftsrecht, wo ich mich gerade im dritten Semester befinde.

Schon seit einigen Jahren interessiere ich mich für Rechte und Gesetze. Ich denke das Faszinierende am Recht für mich ist, dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich zu behandeln sind. Und ich denke genau das wünschen wir uns alle auch in der Realität.

Ich habe mich bei diesem Programm beworben um meine Reise durch die Berufswelt zu beginnen. Ich erhoffe mir, mich mit diesem Programm weiterentwickeln zu können und Einblick in den beruflichen Alltag zu erhalten.

Ein weiterer Grund für meine Teilnahme an diesem Projekt ist, dass ich mir wünsche durch das Mentoring meine Kariere in der Arbeitswelt auf den richtigen Weg bzw. an den Start zu bringen.

Zum Abschluss bleibt mir nur noch zu sagen, dass ich mich auf dieses Jahr freue und ich bin gespannt, wo es mich hinführen wird.

 

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Werner Rosenberger

Liebe LeserInnen!

Ich habe die Arbeit von Herrn Sicher schon länger in den Medien verfolgt, weshalb es mich besonders freut, bei diesem tollen Mentoring Programm mit dabei zu sein.
Ich komme aus Krems, habe zwei Kinder (2 und 6 Jahre) und bin seit meinem Unfall vor 5 Jahren auf einen Rollstuhl angewiesen. Nach meiner Reha-Zeit absolvierte ich ein dreijähriges Studium für Unternehmenskommunikation an der Donau-Universität Krems. Derzeit baue ich meine eigene Selbstständigkeit als Berater auf. Aufgewachsen in einem Weingut, möchte ich mich auf die Weinbranche spezialisieren, bin aber noch offen und gespannt was die Zukunft bringt. Deshalb passt dieses Mentoring Programm ausgezeichnet in meine derzeitige Lebenssituation.
Meine Ziele und Wünsche sind neue Erfahrungen zu sammeln, mich mit erfolgreichen Führungskräften fachlich auszutauschen, aber auch persönliche Kontakte aufzubauen und meine Erfahrungen weiterzugeben.
Das Programm ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, um einerseits uns behinderten Menschen eine Möglichkeit zur Weiterentwicklung zu geben und andererseits Verantwortlichen in Firmen zu zeigen, wie wir uns positiv in einem Unternehmen einbringen können.
Ich bin sehr gespannt, was das kommende Jahr bringen wird und freue mich auf meine Mentorin.

Schöne Grüße, Werner Rosenberger

Meine Ansichten über das Mentoring Programm

Ich heiße Turgut Acar und bin 27 Jahre alt.

Ich freue mich sehr, in den Mentoring Programm als Mentee dabei sein zu dürfen. Ein Dankeschön im erste Linie an der Herr Sicher für seine Bemühungen in diesen Projekt!

Ein paar Wörter zu meine Person: Seit meiner Geburt bin ich aufgrund
Spastisch infantiler Cerebralparese Rollstuhlfahrer. Ich habe eine Lehre als
Bürokaufmann 2010 abgeschlossen. An die Tätigkeiten im Büro gefallen mir besonders das Organisieren und die Arbeit mit dem Computer. Ich habe im Bundesministerium
bereits 2 Praktika absolviert, wo besonders meine Genauigkeit und Sorgfalt
geschätzt wurden. Zu meinen Stärken gehören außerdem Pünktlichkeit, gute
Menschenkenntnis, Empathie, Gutmütigkeit, Ehrlichkeit, Kontaktfreudigkeit,
Hilfsbereitschaft, Ausdauer und Ehrgeiz.

Mein Leitspruch ist „ Ziele setzen – für mich und mein Leben – und umsetzen“.
Mein nächstes Ziel ist es, einen passenden Arbeitsplatz zu finden. Ich hoffe dass das
Projekt „CEO´s on wheels“ mich diesem Ziel einen Schritt näher bringen wird.
Außerdem kann ich als Mentee durch meinen offenen Umgang mit meiner
Behinderung dazu beitragen die Berührungsängste auf Seiten der Firma
abzubauen und Verständnis für Menschen mit Behinderung zu wecken.

Ich wünsche uns alle in diesen Mentoring Programm viel Erfolg und erhoffe dass jeder von uns seine Ziele für sich und für die Zielgruppe die wir angehören, erreichen wird!

Liebe Grüße an alle, Turgut Acar

 

 

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Erfahrungen sammeln und Netzwerk ausbauen

Mein Name ist Thomas Stix, es freut mich beim Mentoringprogramm von CEOs on Wheels dabei zu sein. Ich bin 38 Jahre alt und lebe mit Spinaler Muskelatrophie, bin Rollstuhlfahrer.

Ich finde diese Initiative von Michael Sicher innovativ und mutig. An dieser Stelle auch ein Danke an Herrn Sicher!

Warum ich mich beworben habe? Ich sehe durch das Mentoring ganz neue Wege auf mich zukommen, neue Dinge zu lernen und auch etwas von meinem Wissen und meinen Erfahrungen weiterzugeben. Für mein Business – das Betreiben einer Internetzeitung – ist das Vorhandensein von guten Info-Netzwerken sehr wichtig. Im NPO-Bereich (insbesondere im Behinderten- und Bildungsbereich) habe ich schon Netzwerke aufbauen können. Mit dem Mentoring stehen nun auch Türen in andere Branchen offen.

Ich freue mich mit Spannung auf das, was auch mich zukommen wird…

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